Kommentar

Die Kirche ist doch das Letzte!

Im mail-Eingang finde ich die mail eines Ruhestandskollegen aus Dresden. Er schreibt unter anderem: "Eine Frau ruft mich heute an. Aufgeregt. Aggressiv. Sagen sie doch endlich was zu Köln! Kaum habe ich zu einer Antwort angesetzt, schreit sie in den Telefonhörer: Die Kirche ist doch das Letzte!“

Womöglich ist dieser Satz irgendwie doch auch richtig: „Die Kirche ist doch das Letzte!“ Auch wenn er ganz anders gemeint war. Schön, wenn er zumindest am Ende sogar zuträfe. Wenn die Kirche das Letzte wäre. Die letzte Instanz, die ein Wort sagt, wenn alle anderen schweigen. Der letzte Zufluchtsort, wenn es sonst keinen anderen mehr gäbe. Die letzte Sicherheit, wenn sonst alles wegbricht. Weil Gott sich nicht heraushält aus der immer wieder aufbrechenden Trostlosigkeit.

Gut, wenn es so ist. Viel besser noch, dass es bislang gar nicht so weit gekommen ist. Weil andere auch noch ein Wort haben und etwas sagen, was weiterhilft. Auch außerhalb der Kirchenmauern. Und es sind immer noch viele. Sehr viele. Gottseidank!


Die ganze Predigt finden Sie hier


Traugott Schächtele 15.01.2016

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