Kommentar

Leben in Grauzonen - auf Dauer keine Möglichkeit

Die Frage, was Licht ist, und was Finsternis – so leicht lässt sie sich in der Regel nicht entscheiden. Viel zu häufig spielt sich unser Leben in Grauzonen ab. Verläuft zwischen dem Wünschenswerten und dem Möglichen. Viel zu häufig bleibt uns nach langem Abwägen nur, sich zwischen zwei Übeln zu entscheiden.

Keine Gewalt - ja! Denn nichts ist gut – an vielen Orten dieser Welt. Aber wenn’s zum Schwur kommt, wenn es um die Abwehr von Willkür und Verbrechengeht, sind wir dann doch dabei. An fast 20 sogenannten humanitären Einsätzen ist die Bundeswehr derzeit beteiligt. Was ist dann hier Finsternis? Was ist dann hier Licht?

Keine genetischen Eingriffe in unser Erbgut und in unsere Lebensmittel – ja! Aber wenn dann ein solcher mein Leben rettet oder das eines lieben Angehörigen – wenn auf dieser Basis ein neues Medikament entwickelt wird oder irgendwo in Afrika der Mais gegen Schädlinge resistenter wird, so dass die Menschen zu essen haben - sind wir dann nicht doch dabei. Und sei’s mit schlechtem Gewissen. Was ist dann hier Finsternis? Was ist dann hier Licht?

Getauft sein, das heißt im Licht leben. Sich dem Licht aussetzen. Und die Welt in diesem Licht neu sehen. Grauzonen dürfen kein Dauerzustand werden. Dazu haben wir uns in der Taufe verpflichtet. Dazu sind wir durch unsere Taufe berufen.



Die ganze Predigt finden Sie hier


Traugott Schächtele 17.07.2016

Archiv