Kommentar

Pfingsten 2017

Unser Glaube bleibt im Fluss. Nicht nur heute. Nicht nur an Pfingsten. Und nicht nur im Festjahr 500 Jahre Reformation. Unser Glaube bleibt im Fluss. Weil die Welt um uns herum im Fluss bleibt.

Derzeit ist mehr in Bewegung als wir bisweilen verkraften können. Neue Nationalismen weltweit. Mauern, die doch niemandem nützen. Die Demokratie in Gefahr. Europa ein ums andere Mal verunglimpft. Der Kampf gegen den Klimawandel – angeblich nichts, was wir uns leisten können.

Viele Menschen sind verunsichert. Auch Christinnen und Christen. Aber wir haben eine Perspektive. Wir wissen, dass der Wandel voller Möglichkeiten steckt. Gefährlich wird’s erst, wenn nichts mehr im Fluss ist. Gefährlich wird’s erst, wenn alles stecken bleibt. Und wir festhalten wollen, was ist.

Gott ist von allem Anfang ein Gott im Fluss.
Ein mitziehender Gott bei den Israeliten auf der Flucht nach Ägypten.
Ein Gott, der die Mauern der Missverständnisse und der Sprachlosigkeit in sich zusammenfallen lässt, beim ersten Pfingsten.
Ein Gott, der Bewegung in die erstarrte Kirche bringt, vor 500 Jahren.
Ein Gott, der die engen Grenzen sprengt in unseren Tagen, und uns seine Spuren entdecken lässt, wo wir sie niemals vermutet haben.
Ein Gott, der uns ein ums andere Mal Anteil gibt an der Erfahrung seines Geistes der Liebe – mitten in aller Lieblosigkeit.


Die ganze Predigt finden Sie hier


Traugott Schächtele 04.06.2017

Archiv