Lied zur Jahreslosung 2026) - zu singen nach der Melodie EG 70: "Wie schön leuchtet der Morgenstern"
Noch atmet frisch dies neue Jahr.
Und mich bestärkt, was doch längst wahr:
Ich bin von Gott gehalten.
Das Alte liegt jetzt hinter mir,
ich lenk die Schritte neu zu dir,
vertrau, Gott, deinem Walten.
Mutig setz ich meine Schritte,
blick zur Mitte, stärk die Sinne!
Neue Kräfte ich gewinne.
Viel Klagen, Krisen, Kriegsgeschrei,
viel Hoffen, dass bald sei vorbei,
was mich im Leben lähmet.
Zu Gott heb ich den Blick empor,
vertrau darauf, dass seinem Ohr,
gewahr wird, was mich grämet:
Sorgen, bitt ich, endlich wende,
mach ein Ende finstern Waffen.
Neu erscheint, was du erschaffen!
Groß Armut, Einsamkeit und Not
plagt Menschen weltweit, bringt den Tod,
wo Leben doch verheißen.
Weil Gott aus seiner Fülle schenkt,
unmerklich unsre Schritte lenkt,
sing ich der Zukunft Weisen.
Hoffnung, bitt ich, mir erhalte,
nicht erkalte mein Vertrauen.
Neu gelingt, worauf ich baue.
Aus Trümmern wächst die neue Stadt.
Für alle Gott dort Wohnraum hat,
lässt mir den Himmel glühen.
Wo lebensfeindlich, stumpf und grau
sich zeigt die Welt – wohin ich schau
wird Gottes Buntheit blühen.
Grün erstrahlen dürre Triebe,
voller Liebe mir gegeben.
Dankbar kost‘ ich neues Leben.
Wo Gottes Geist die Welt beglänzt,
wird, was zuvor mich noch begrenzt,
mit Macht hinweggerissen.
Der Freiheit Horizont scheint auf,
von Neuem wag ich meinen Lauf.
Geheilt wird, was zerschlissen.
An den Tisch bin ich geladen,
ohne Schaden soll ich leben.
Neu sind Brot und Wein gegeben.
Traugott Schächtele – Januar 2026