Ein Lebensbekenntnis - Albert Schweitzer nachgespürt
Ich glaube an Gott,
die Quelle allen Lebens. Aus ihr wächst mir die Kraft zu, meinen eigenen Lebenskräften zu vertrauen. Alle meine Lebensenergie beziehe ich aus dem Willen, immer auf der Seite des Lebens zu stehen. Du, Gott, bis Leben, das leben will, damit auch ich spüre: Ich bin Leben, das leben will. inmitten von Leben, das leben will.
Mein Vertrauen setze ich in den Menschen, aus dessen Angesicht mir Gottes Gegenwart entgegenleuchtet.
Wo der Blick sonst stumpf wird und die Haut hart wie ein Panzer, da bleibt dieser Mensch durchscheinend auf Gott hin. Der Tod konnte ihm die Wege ins Leben nicht abschneiden. Weil er zum Christus aller Lebendigen wurde, durchdrungen von aller Lebendigkeit aus Gott, bleibe auch ich voller Leben. Wie für den, dem Gott unendlich nahe war, gilt auch für mich: Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.
Beflügeln lasse ich mich von Gottes Geistkraft.
Sie macht lebendig, wo die Handlanger des Todes allem, was lebt, den Garaus machen wollen. Sie hält lebendig, wo die eigenen Lebenskräfte an ihre Grenze kommen. Sie ermöglicht Gemeinschaft, aus der meine Lebenskräfte entspringen. Gottes gute Geistkraft durchpulst und fördert alles, was lebt. Was mir den Weg zur Lebendigkeit Gottes verwehren will, räumt sie für mich aus dem Weg. Wo meine Stimme versagt, lässt sie mich dennoch nicht verstummen. Ich rede aus Gottes Geistkraft, die mir einhaucht, was ich glaube: Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.
Heute und für immer.
Amen.